Einige Kernfragen für einen PK-Stiftungsrat
Seit Inkrafttreten der Stukturreform verantwortet der Stiftungsrat seine Führungstätigkeit in gleicher Weise wie ein Verwaltungsrat in einer Unternehmung. Die Führung einer Pensionskasse kann deshalb nicht mehr rein retrospektiv umgesetzt werden. Nur reaktiv zu handeln (z.B. Einführung von Sanierungsmassnahmen) führt nicht zur nachhaltigen Entwicklung der Pensionskasse. Eine Pensionskasse wird sich nur dann positiv entwickeln, wenn das Vermögen sich langfristig günstiger entwickelt als die Verpflichtungen und allfällige Ungereimtheiten schnell erkannt sind und Lösungen erarbeitet werden. So kommt der Ueberwachung der Entwicklung beider Seiten der Bilanz eine bedeutende Rolle zu. Es genügt nicht, die möglichen Konsequenzen einzelner Entscheide zu kennen und abzuwägen, sondern nach getroffenem Entscheid muss der Stiftungsrat regelmässig und zeitnah überprüfen können, ob die Pensionskasse sich wie vorgesehen entwickelt oder ob in welchem Ausmass Unerwartetes geschehen ist. Um die Zukunft planen zu können, muss man wissen, wo man steht. Jeder Stiftungsrat muss verstehen, was die wichtigsten Kennzahlen seiner Pensionskasse aussagen resp. welche sie sind und auch wissen, im welchen Kontext diese stehen. Das ermöglicht ihm, die kritischen Punkte im Geschäftsbericht wie auch in den Unterlagen zur Anlagestrategie zu erkennen und auch, um die richtigen Fragen zu stellen.
- Ist der technische Zinssatz angemessen?
- Stimmen Schwankungsreserven und Anlagestrategie überrein?
- Auf welchen Annahmen und Grundlagen basiert die Renditeerwartung?
- Wie ermittelt sich der Soll-Deckungsgrad?
- Sind die Verwaltungskosten angemessen?
- Genügen die Rückstellungen?
- Sind freie Mittel gerechtfertigt?
- etc.
Sollten Sie an deren Antworten bezüglich diesen Fragen interessiert sein oder sollte ihr Stiftungsrat dazu unterstützt werden, so lassen Sie es mich Wissen. Vielen Dank für ihre Anfrage!